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Elberfelder Bibel

Der Sohn des Propheten als Zeichen des Gerichts durch Assur

1 Und der HERR sprach zu mir: Nimm dir eine große Tafel und schreibe darauf mit Menschengriffel1: "Für Schnell-Raub Eile-Beute"2!
2 Da nahm ich mir zuverlässige Zeugen: den Priester Uria und Secharja, den Sohn des Jeberechja. -
3 Und ich nahte der Prophetin, und sie wurde schwanger und gebar einen Sohn. Und der HERR sprach zu mir: Gib ihm den Namen: "Schnell-Raub Eile-Beute"!
4 Denn ehe der Junge zu rufen versteht3: "Mein Vater!" und: "Meine Mutter!", wird man den Reichtum von Damaskus und die Beute von Samaria vor dem König von Assur hertragen.
5 Und der HERR fuhr fort, weiter zu mir zu reden:
6 Weil dieses Volk das Wasser von Siloah verworfen, das still dahinfließt, und Freude hat an Rezin4 und dem Sohn des Remalja:
7 darum, siehe, lässt der Herr das mächtige und große Wasser des Stromes über sie heraufsteigen - den König von Assur und all seine Herrlichkeit. Er wird heraufsteigen über all seine Betten und über all seine Ufer gehen.
8 Und er wird über Juda dahinfahren, alles überschwemmen und überfluten; bis an den Hals wird er reichen. Und die Spanne seiner Flügel wird die Weite deines Landes füllen, Immanuel!
9 Tobt, ihr Völker, und erschreckt5! Und horcht auf, all ihr fernen Bewohner der Erde! Gürtet euch und erschreckt, gürtet euch und erschreckt!
10 Plant einen Plan, er geht in die Brüche! Beschließt einen Beschluss6, er wird nicht zustande kommen! Denn Gott ist mit uns7.
11 Denn so hat der HERR zu mir gesprochen, als seine Hand mich packte und er mich davor warnte, auf dem Weg dieses Volkes zu gehen:
12 Ihr sollt nicht alles Verschwörung nennen, was dieses Volk Verschwörung nennt. Das, was sie fürchten8, sollt ihr nicht fürchten und nicht davor erschrecken.
13 Den HERRN der Heerscharen, den sollt ihr heiligen9! Er sei eure Furcht, und er sei euer Schrecken!
14 Und er wird zum Heiligtum10 sein und zum Stein des Anstoßes11 und zum Fels des Strauchelns für die beiden Häuser Israel, zum Klappnetz und zur Falle für die Bewohner Jerusalems.
15 Und viele unter ihnen werden stürzen, werden fallen und zerbrechen, verstrickt und gefangen werden.
16 Binde die Offenbarung12 zusammen, versiegle die Weisung13 unter meinen Jüngern!
17 Und ich will auf den HERRN harren, der sein Angesicht vor dem Haus Jakob verbirgt, und will auf ihn hoffen.
18 Siehe, ich und die Kinder, die der HERR mir gegeben hat, wir sind zu Zeichen und zu Wundern14 in Israel geworden vom HERRN der Heerscharen, der auf dem Berg Zion wohnt.
19 Und wenn sie zu euch sagen: Befragt die Totengeister und die Wahrsagegeister, die da flüstern und murmeln15!, so antwortet: Soll nicht ein Volk seinen Gott befragen? Soll es etwa für die Lebenden die Toten befragen?
20 Hin zur Weisung16 und zur Offenbarung17! Wenn sie nicht nach diesem Wort sprechen, dann gibt es für sie keine Morgenröte18.
21 Man wird darin19 umherziehen, bedrückt und hungrig. Und es wird geschehen, wenn man Hunger leidet, dann wird man von Wut übermannt werden und seinen König und seinen Gott verfluchen. Und man wird sich nach oben wenden
22 und wird zur Erde blicken: und siehe, da ist Not und Finsternis, bedrängendes Dunkel, und in dichte Finsternis ist man hineingestoßen.

Verheißung des Reiches unter dem Friedefürst

23 Doch nicht bleibt das Dunkel20 über dem, der von der Finsternis21 bedrängt ist. Wie die frühere Zeit dem Land Sebulon und dem Land Naftali Schmach gebracht hat, so bringt die spätere den Weg am Meer, das Land jenseits des Jordan und den Kreis der Nationen22 zu Ehren.
1 Mit geringfügiger Änderung lesen andere: mit einem Griffel des Unheils
2 hebr. Maher-Schalal Chasch-Bas; o. als Inschrift "Schnell-Raub, Eile-Beute"
3 o. zu rufen erkannt hat
4 Andere vermuten, dass der Text ursprünglich lautete: die still dahinfließen, aber selbst zerfließt vor der Hoheit Rezins
5 o. werdet schreckerfüllt; o. zerbrecht
6 w. Beredet eine Sache
7 hebr. immanuel
8 w. ihre Furcht; o. wie sie fürchten
9 Andere üs. mit geringfügiger Textänderung: den sollt ihr Verschwörer nennen
10 Die aram. Üs. liest entsprechend der zweiten Vershälfte: zur Falle. Andere üs. in Anlehnung an die Verse 12 u. 13 mit geringfügiger Änderung: zur Verschwörung
11 o. Hindernisses; d. h. etwas, worüber man fällt
12 w. Bezeugung
13 o. Ich schließe die Bezeugung ein und versiegle das Gesetz
14 o. Wahrzeichen
15 o. Befragt die Zwitscherer und Murmelgeister, die heraufbeschworenen Toten
16 o. zum Gesetz
17 w. Bezeugung
18 d. h. keine Hoffnung; o. wenn sie zu euch sagen: . . . soll ein Volk nicht seine Götter befragen?, . . . dann antwortet: Zur Weisung und zur Bezeugung! Fürwahr, nach diesem Wort soll man sprechen, zu dem der keine Zauberkraft hat (d. h. zu den Totenbeschwörern).
19 d. h. entweder "ohne Hoffnung" oder "im Land"
20 o. Denn es gibt kein Entkommen; o. Denn es gibt keinen Hoffnungsschimmer
21 w. von ihr
22 hebr. gelil haggojim; d. i. der nördliche Grenzdistrikt Palästinas, ein Teil des späteren Galiläa
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