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Elberfelder Bibel

1 Wer hat unserer Verkündigung1 geglaubt? An wem ist der Arm des HERRN offenbar geworden?
2 Er ist wie ein Trieb vor ihm aufgeschossen und wie ein Wurzelspross aus dürrem Erdreich. Er hatte keine Gestalt und keine Pracht. Und als wir ihn sahen, da hatte er kein Aussehen2, dass wir Gefallen an ihm gefunden hätten3.
3 Er war verachtet und von den Menschen verlassen, ein Mann der Schmerzen und mit Leiden4 vertraut5, wie einer, vor dem man das Gesicht verbirgt. Er war verachtet, und wir haben ihn nicht geachtet.
4 Jedoch unsere Leiden6 - er hat sie getragen, und unsere Schmerzen - er hat sie auf sich geladen. Wir aber, wir hielten ihn für bestraft7, von Gott geschlagen und niedergebeugt.
5 Doch er war durchbohrt um unserer Vergehen8 willen, zerschlagen um unserer Sünden willen. Die Strafe9 lag auf ihm zu unserm Frieden, und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden.
6 Wir alle irrten umher wie Schafe, wir wandten uns jeder auf seinen eigenen Weg; aber der HERR ließ ihn treffen unser aller Schuld.
7 Er wurde misshandelt, aber er beugte sich und tat seinen Mund nicht auf wie das Lamm, das zur Schlachtung geführt wird und wie ein Schaf, das stumm ist vor seinen Scherern; und er tat seinen Mund nicht auf10.
8 Aus Bedrängnis und Gericht wurde er hinweggenommen11. Und wer wird über seine Generation12 nachsinnen? Denn er wurde abgeschnitten vom Lande der Lebendigen.13 Wegen des Vergehens seines14 Volkes hat ihn Strafe15 getroffen16.
9 Und man gab ihm bei Gottlosen sein Grab, aber bei einem Reichen ist er gewesen in seinem Tod, weil17 er kein Unrecht18 begangen hat und kein Trug in seinem Mund gewesen ist.
10 Doch dem HERRN gefiel es, ihn zu zerschlagen. Er hat ihn leiden lassen19. Wenn er sein Leben als Schuldopfer eingesetzt hat20, wird er21 Nachkommen sehen, er wird seine Tage verlängern. Und was dem HERRN gefällt, wird durch seine Hand gelingen22.
11 Um der Mühsal seiner Seele willen wird er Frucht23 sehen, er wird sich sättigen. Durch seine Erkenntnis wird der Gerechte, mein Knecht, den Vielen zur Gerechtigkeit verhelfen, und ihre Sünden wird er sich selbst aufladen.
12 Darum werde ich ihm Anteil geben unter den Großen, und mit Gewaltigen wird er die Beute teilen: dafür, dass er seine Seele ausgeschüttet hat in den Tod und sich zu den Verbrechern24 zählen ließ. Er aber hat die Sünde vieler getragen und für die Verbrecher Fürbitte getan25.
1 o. der Botschaft an uns
2 Mit Änderung der mas. Zeichensetzung üs. andere: keine Pracht, die wir angesehen hätten, und kein Aussehen
3 o. kein Aussehen, das uns gefallen hätte
4 w. Krankheit
5 o. bekannt
6 w. Krankheiten
7 w. für einen von göttlichen Plagen Getroffenen
8 w. unserer Treuebrüche Gott gegenüber
9 w. Züchtigung
10 so mit Qu.; Mas. T.: er wird seinen Mund nicht auftun
11 o. Von Hass und Gericht wurde er weggerafft
12 o. sein Geschlecht
13 o. Bei seinem Geschlecht - wer wird bedenken, dass er abgeschnitten wurde . . .?
14 so mit Qu.; Mas. T.: meines
15 w. Schlag, o. Plage
16 Andere nehmen in Anlehnung an Qu. und LXX als ursprünglichen Text an: Für ihre Sünden wurde er zu Tode getroffen.
17 Qu.: Bei einem Reichen war sein Steingrab, weil. - Andere meinen, der Text habe ursprünglich gelautet: bei Gottlosen sein Grab und bei Übeltätern sein Steingrab, obwohl
18 w. keine Gewalttat
19 w. Er hat ihn krank gemacht
20 so mit Vulg.; Mas. T.: Wenn sein Leben das Schuldopfer eingesetzt hat
21 Andere nehmen als ursprünglichen Text an: Doch der HERR hatte Gefallen an seinem Zerschlagenen. Er ließ den erstarken, der sein Leben als Schuldopfer eingesetzt hatte. Er wird
22 o. wird durch ihn wirksam werden
23 Qu. und LXX: Licht. - Im Mas. T. fehlt das Objekt.
24 o. den bzw. die von Gott Abgefallenen
25 Qu.: und hat sich für ihre Verbrechen treffen lassen
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