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Elberfelder Bibel

1 Sendet einen Widder des Landesherrn von Sela in der Wüste zum Berg1 der Tochter Zion!
2 Und es geschieht: wie umherflatternde Vögel, wie ein aufgescheuchtes Nest sind die Töchter2 Moabs an den Übergängen des Arnon.
3 Schaffe Rat, triff Entscheidung! Am hellen Mittag mache deinen Schatten der Nacht gleich, verbirg die Vertriebenen, den Flüchtling verrate nicht!
4 Lass die Vertriebenen Moabs3 sich bei dir als Fremde aufhalten! Sei ihnen ein Versteck vor dem Verwüster! - Wenn der Unterdrücker nicht mehr da ist, die Verwüstung aufgehört hat, die Zertreter aus dem Lande verschwunden sind,
5 dann wird in Güte4 ein Thron aufgerichtet werden. Und auf ihm - im Zelt Davids - wird einer in Beständigkeit5 sitzen, der da richtet und nach Recht trachtet und der in Gerechtigkeit erfahren ist.
6 Wir haben gehört von dem Hochmut Moabs, dem sehr hochfahrenden, von seinem Stolz, seinem Hochmut und seiner Überheblichkeit, von seinem eitlen Prahlen.
7 Darum wird Moab heulen über Moab; alles wird heulen. Um die Traubenkuchen von Kir-Hareset werdet ihr seufzen, ganz zerschlagen.
8 Denn Heschbons Terrassengärten sind verwelkt, die Weinstöcke von Sibma, deren edle Trauben die Herren der Nationen mit Trunkenheit bezwangen. Bis nach Jaser reichten sie, verloren sich in die Wüste6. Seine Ranken breiteten sich aus, gingen über das Meer7.
9 Darum beweine ich, wie Jaser weint, den Weinstock von Sibma, mit meinen Tränen tränke ich dich satt, Heschbon und Elale. Denn über dein Sommerobst und über deinen Ernteertrag ist das Jauchzen der Feinde gefallen.
10 Da sind Freude und Jubel aus den Fruchtgärten abgeerntet, und in den Weinbergen wird nicht gejubelt, nicht gejauchzt. In den Kelterkufen tritt kein Kelterer den Wein; dem Jauchzen8 habe ich ein Ende gemacht.
11 Darum klagen9 meine Eingeweide über Moab wie eine Zither und mein Inneres über Kir-Heres.
12 Und es wird geschehen, wenn Moab erscheint, sich abmüht auf der Opferhöhe und in sein Heiligtum eintritt, um zu beten, dann wird es nichts ausrichten.
13 Das ist das Wort, das der HERR einst über Moab geredet hat.
14 Jetzt aber redet der HERR und spricht: In drei Jahren, wie die Jahre eines Tagelöhners, wird die Herrlichkeit Moabs verächtlich sein samt all der großen Menge. Und der Rest wird winzig klein, gar nicht groß sein.
1 o. vom Fels
2 Das sind die Ortschaften o. Bewohner.
3 so mit 2 Handschr. sowie der griech. und syr. Üs.; Mas. T.: Lass meine Vertriebenen, Moab
4 o. aus Gnade
5 o. in Wahrheit; o. in Treue
6 o. der Weinstock von Sibma. Die Herren der Nationen schlugen seine edlen Trauben nieder, die bis Jaser reichten, sich in die Wüste verloren.
7 d. i. das Tote Meer
8 d. h. dem Jubelruf der Kelterer, während sie die Trauben ausstampfen; vgl. Jer 25,30; 48,33
9 w. lärmen
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