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Elberfelder Bibel

1 "Kommt und lasst uns zum HERRN umkehren! Denn er hat zerrissen, er wird uns auch heilen; er hat geschlagen, er wird uns auch verbinden.
2 Er wird uns nach zwei Tagen neu beleben, am dritten Tag uns aufrichten, dass wir vor seinem Angesicht leben.
3 So lasst uns ihn erkennen, ja, lasst uns nachjagen der Erkenntnis des HERRN! Sicher wie die Morgenröte ist sein Hervortreten. Er kommt wie der Regen zu uns, wie der Spätregen, der die Erde benetzt."
4 Was soll ich dir tun, Ephraim? Was soll ich dir tun, Juda, da eure Güte1 wie die Morgenwolke ist und wie der Tau, der früh verschwindet?
5 Darum habe ich durch die Propheten dreingeschlagen2, habe sie erschlagen durch die Worte meines Mundes; und mein Recht geht hervor wie das Licht3.
6 Denn an Güte4 habe ich Gefallen, nicht an Schlachtopfern, und an der Erkenntnis Gottes mehr als an Brandopfern.

Bundesbruch und Verwilderung in Israel - von Gott aufgedeckt

7 Sie aber haben den Bund übertreten wie die Bewohner von Adam5, haben dort6 treulos gegen mich gehandelt.
8 Gilead ist eine Stadt von Übeltätern, voll Blutspuren.
9 Und wie Räuber im Hinterhalt warten, so die Rotte der Priester. Sie morden auf dem Weg nach Sichem, ja, sie verüben Schandtat.
10 Im Haus Israel habe ich Abscheuliches gesehen: Da ist Ephraims Hurerei, da hat Israel sich unrein gemacht.
11 Auch dir, Juda, ist eine Ernte bestimmt! Wenn ich das Geschick7 meines Volkes wende,
1 o. Gnade; o. Liebe; o. Bundestreue
2 w. gespalten, o. ausgehauen
3 so mit LXX, der syr. und aram. Üs.; Mas. T.: und deine Rechte (o. Gerichte) sind Licht, das hervortritt
4 o. Gnade; o. Liebe; o. Bundestreue
5 zur Ortschaft "Adam" vgl. Jos 3,16
6 o. haben den Bund übertreten wie Adam, haben damals
7 o. die Wegführung in die Gefangenschaft
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