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Elberfelder Bibel

Warnung vor Unmut - Empfehlung von Demut und Beugung vor Gott

1 Ruf doch, ob da einer ist, der dir antwortet! Und an wen von den Heiligen willst du dich wenden?
2 Denn den Toren bringt der Gram um, und den Einfältigen tötet der Eifer1.
3 Ich, ich sah einen Narren Wurzel schlagen, und sogleich verwünschte ich seine Wohnung2.
4 Fern vom Heil bleiben seine Kinder, und sie werden im Tor zertreten, und kein Retter ist da.
5 Seine Ernte verzehrt der Hungrige, und selbst aus den Dornhecken3 holt er sie weg; und nach ihrem Vermögen schnappen Durstige4.
6 Denn nicht kommt aus dem Staub Unheil hervor, und aus der Erde sprosst nicht Mühsal;
7 sondern der Mensch ist zur Mühsal geboren, wie die Funken nach oben fliegen5.
8 Ich jedoch würde Gott suchen und meine Sache vor Gott darlegen,
9 der Großes und Unerforschliches tut, Wunder bis zur Unzahl,
10 der Regen gibt auf die Fläche der Erde und Wasser sendet auf die Fläche des Feldes,
11 um Niedrige in die Höhe zu bringen6; und Trauernde gewinnen hohes Glück.
12 Er vereitelt die Anschläge der Klugen, und ihre Hände wirken keinen Erfolg.
13 Er fängt die Weisen in ihrer Klugheit, und der Rat der Hinterlistigen überstürzt sich.
14 Am Tag stoßen sie auf Finsternis, und am Mittag tasten sie umher wie in der Nacht.
15 Und er rettet vor dem Schwert, vor ihrem Mund und vor der Hand des Starken den Armen.
16 So wird dem Geringen Hoffnung, und die Schlechtigkeit schließt ihren Mund.
17 Siehe, glücklich ist der Mensch, den Gott zurechtweist! So verwirf denn nicht die Züchtigung des Allmächtigen!
18 Denn er bereitet Schmerz und verbindet, er zerschlägt, und seine Hände heilen.
19 In sechs Nöten wird er dich retten, und in sieben wird dich nichts Böses antasten.
20 In Hungersnot kauft er dich los vom Tod und im Krieg von der Gewalt7 des Schwertes.
21 Vor der Geißel8 der Zunge wirst du geborgen sein, und du wirst dich nicht fürchten vor der Verwüstung, wenn sie kommt.
22 Über Verwüstung und Hunger wirst du lachen, und vor dem Raubwild der Erde wirst du dich nicht fürchten.
23 Denn dein Bund wird mit den Steinen des Feldes sein, und das Raubwild des Feldes wird Frieden mit dir haben9.
24 Und du wirst erkennen, dass dein Zelt in Frieden ist. Und schaust du nach deiner Wohnung, so wirst du nichts vermissen.
25 Und du wirst erkennen, dass deine Nachkommen zahlreich sein werden und deine Sprösslinge wie das Kraut der Erde.
26 Du wirst in Rüstigkeit ins Grab kommen, wie die Garben eingebracht werden zu ihrer Zeit.
27 Siehe, dies haben wir erforscht, so ist es. Höre es doch, und merke du es dir10!
1 o. die Erbitterung
2 Andere üs. mit LXX und der syr. Üs.: und plötzlich verfiel (verfaulte) seine Wohnstätte
3 Wortbedeutung unklar
4 so in Anlehnung an LXX und die syr. Üs.; Mas. T.: und er schnappt . . . ihr Vermögen. Dazwischen steht ein unübersetzbares Wort.
5 w. und die Söhne des Feuers fliegen nach oben
6 LXX: der Niedrige in die Höhe bringt
7 w. aus den Händen
8 so mit einer hebr. Handschr., LXX, Vulg. und der syr. Üs.; Mas. T.: In der Peitsche
9 w. wird zum Frieden mit dir gebracht sein
10 Andere üs. mit alten Üs.: Wir hörten es. Du aber merke es dir
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