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Elberfelder Bibel

1 Siehe, die Hoffnung auf ihn1 erweist sich als trügerisch. Wird man nicht schon bei seinem Anblick2 niedergeworfen?
2 Niemand ist so tollkühn, dass er ihn aufreizte. - Und wer ist es, der vor mir bestehen könnte?
3 Wer hat mir zuvor gegeben, dass ich ihm vergelten sollte? Was unter dem ganzen Himmel ist, mir gehört es!3
4 Nicht schweigen will ich von seinen Gliedern und von seiner Kraftfülle4 und von der Schönheit5 seines Baues6.
5 Wer deckte die Oberseite seines Gewandes7 auf? In sein Doppelgebiss8, wer dringt da hinein?
6 Wer öffnete die Türflügel seines Gesichts9? Rings um seine Zähne lauert Schrecken.
7 Ein Stolz sind die10 Schuppenreihen11, verschlossen und fest versiegelt12.
8 Eins fügt sich ans andere, und kein Hauch dringt dazwischen,
9 eins haftet am andern13, sie greifen ineinander und trennen sich nicht.
10 Sein Niesen strahlt Licht aus, und seine Augen sind wie die Wimpern14 der Morgenröte.
11 Aus seinem Rachen schießen Fackeln, sprühen feurige Funken hervor.
12 Aus seinen Nüstern fährt Rauch wie aus einem angefachten und glühenden Kochtopf15.
13 Sein Atem16 entzündet Kohlen, und eine Flamme fährt aus seinem Rachen.
14 In seinem Hals wohnt Stärke, und vor ihm hüpft die Angst her.
15 Die Wampen seines Fleisches haften zusammen, sind ihm fest angegossen, unbeweglich.
16 Sein Herz ist fest wie Stein und fest wie der untere Mühlstein.
17 Vor seinem Erheben fürchten sich Machthaber, vor Bestürzung ziehen sie sich zurück17.
18 Trifft man ihn mit dem Schwert, es hält nicht stand, noch Speer, noch Wurfspieß oder Harpune18.
19 Er hält Eisen für Stroh und Kupfer für faules Holz.
20 Der Pfeil19 kann ihn nicht vertreiben, Schleudersteine verwandeln sich für ihn in Stoppeln.
21 Wie Stoppeln gilt ihm die Keule, und er lacht über den Aufprall des Kurzschwertes.
22 Unter ihm20 sind scharfe Tonscherben, auf dem Schlamm breitet er einen Dreschschlitten aus.
23 Er bringt die Meerestiefe zum Sieden wie einen Kochtopf, macht das Meer wie einen Salbentopf.
24 Hinter sich lässt er den Pfad hell werden, man hält die Tiefe für graues Haar.
25 Auf Erden ist keiner ihm gleich, ihm, der zur Unerschrockenheit geschaffen ist.
26 Auf alles Hohe blickt er herab; er ist König über alles stolze Wild21.
1 d. h. darauf, den Leviatan zu fangen
2 o. wegen seines Aussehens
3 Andere üs. mit vielen hebr. Handschr., LXX und Textänderungen: Wer ist es, der vor ihm bestehen könnte? Wer ist es, der ihm begegnet und unversehrt bliebe? Unter dem ganzen Himmel gibt es ihn nicht!
4 w. von der Sache mit seiner Kraftfülle o. mit seinen mächtigen Taten
5 so mit anderer Vokalisierung; Wortbedeutung sonst unbekannt
6 Andere üs. V. 4 mit Textänderung: Keiner lässt seine Macht verstummen noch seine Kraftfülle ohnegleichen
7 d. h. die dem Betrachter zugekehrte harte Rückenpartie
8 LXX: In seinen Doppelpanzer
9 syr. Üs.: seines Rachens
10 LXX und Vulg.: Sein Rücken besteht aus
11 w. Rinnen der Schilde
12 w. geschlossen mit einem Siegel der Engigkeit. - LXX: verschlossen mit Siegeln aus Kiesel
13 w. jedes mit seinem Bruder sind sie zusammengeklebt
14 o. Strahlen
15 T.; Mas. T.: wie aus einem angefachten Kochtopf und von einer qualmenden Binse
16 w. Seine Seele
17 Manche üs. mit anderer Wortabtrennung: die Brandung des Meeres zieht sich zurück.
18 w. Pfeilspitze
19 w. Der Sohn des Bogens
20 d. h. an seinem Bauch
21 w. die Söhne des Stolzen
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