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Elberfelder Bibel

Vision vom zukünftigen Tempel: Diener des Heiligtums

1 Und er führte mich zurück auf dem Weg zum äußeren Tor des Heiligtums, das nach Osten weist. Das aber war verschlossen.
2 Und der HERR sprach zu mir: Dieses Tor soll verschlossen sein; es soll nicht geöffnet werden, und niemand soll durch es hineingehen! Denn der HERR, der Gott Israels, ist durch es hineingegangen, so soll es verschlossen sein.
3 Was den Fürsten betrifft, er, der Fürst, soll darin sitzen, um Speise zu essen1 vor dem HERRN; auf dem Weg der Vorhalle des Tores2 soll er hineingehen, und auf demselben3 Weg soll er hinausgehen.
4 Und er brachte mich auf dem Weg zum Nordtor an die Vorderseite des Tempelhauses; und ich sah: und siehe, die Herrlichkeit des HERRN erfüllte das Haus des HERRN; und ich fiel auf mein Gesicht nieder.
5 Und der HERR sprach zu mir: Menschensohn, richte dein Herz darauf, und sieh mit deinen Augen, und höre mit deinen Ohren alles, was ich mit dir rede in Bezug auf alle Ordnungen des Hauses des HERRN und in Bezug auf alle Weisungen dafür; und richte dein Herz auf den Zutritt zum Tempelhaus und auf alle Ausgänge des Heiligtums4 !
6 Und sage zu den Widerspenstigen, zum Haus Israel5: So spricht der Herr, HERR: Lass es genug sein mit all euren Gräueln, Haus Israel,
7 dass ihr Söhne der Fremde, unbeschnitten am Herzen und unbeschnitten am Fleisch, habt hineinkommen lassen, in meinem Heiligtum zu sein, um es, mein Haus, zu entweihen6, wenn ihr meine Speise, Fett und Blut, darbrachtet. So habt ihr7 meinen Bund gebrochen um aller eurer Gräuel willen.
8 Und ihr habt den Dienst an meinen heiligen Dingen nicht versehen, sondern habt sie8 zu solchen gemacht, die für euch meinen Dienst in meinem Heiligtum versehen.
9 Darum, so spricht der Herr, HERR: Kein Sohn der Fremde, unbeschnitten am Herzen und unbeschnitten am Fleisch, soll in mein Heiligtum hineinkommen, keiner von allen Söhnen der Fremde, die mitten unter den Söhnen Israel leben;
10 sondern die Leviten, die sich von mir entfernt haben, als Israel in die Irre ging, als sie von mir abirrten, ihren Götzen nach, sie sollen ihre Schuld9 tragen.
11 Sie sollen in meinem Heiligtum den Dienst verrichten als Wachen an den Toren des Hauses und den Dienst am Tempelhaus verrichten; sie sollen das Brandopfer und das Schlachtopfer für das Volk schlachten, und sie sollen vor ihnen stehen, um ihnen zu dienen.
12 Weil sie ihnen vor ihren Götzen gedient haben10 und dem Haus Israel ein Anstoß zur Schuld geworden sind, darum habe ich meine Hand zum Schwur gegen sie erhoben, spricht der Herr, HERR11, dass sie ihre Schuld12 tragen sollen.
13 Sie sollen mir nicht mehr nahen, um mir den Priesterdienst auszuüben und um allen meinen heiligen Dingen, den hochheiligen, zu nahen; sondern sie sollen ihre Schmach und ihre Gräuel tragen, die sie verübt haben.
14 Und ich mache sie zu solchen, die den Dienst am Tempelhaus versehen, für alle Arbeiten in ihm13 und für alles, was darin getan werden muss.
15 Aber die Priester, die Leviten, die Söhne Zadoks, die den Dienst an meinem Heiligtum versehen haben, als die Söhne Israel von mir abirrten, sie sollen mir nahen, um mir zu dienen, und sollen vor mir stehen, um mir das Fett und das Blut darzubringen, spricht der Herr, HERR14!
16 Sie sollen in mein Heiligtum hineinkommen, und sie sollen meinem Tisch nahen, um mir zu dienen, und sollen den Dienst für mich verrichten.
17 Und es soll geschehen, wenn sie durch die Tore des inneren Vorhofs hineingehen, sollen sie leinene Kleider anziehen; aber Wolle soll nicht auf sie kommen, wenn sie in den Toren des inneren Vorhofs und drinnen dienen.
18 Leinene Kopfbunde sollen auf ihrem Kopf sein und leinene Beinkleider an ihren Hüften; sie sollen sich nicht mit schweißfördernder Kleidung15 gürten.
19 Und wenn sie in den äußeren Vorhof hinausgehen, in den äußeren Vorhof zum Volk, sollen sie ihre Kleider, in denen sie Dienst getan haben, ausziehen und in die heiligen Zellen legen und sollen andere Kleider anziehen, damit sie das Volk nicht mit ihren Kleidern heilig machen.
20 Und sie sollen weder ihr Haupt kahlscheren noch das Haar frei wachsen lassen; sie sollen ihr Haupthaar kurz schneiden.
21 Und kein Priester soll Wein trinken, wenn sie in den inneren Vorhof hineingehen.
22 Und eine Witwe und eine Verstoßene sollen sie sich nicht zu Frauen nehmen, sondern Jungfrauen von den Nachkommen des Hauses Israel. Und die Witwe, die eine Priesterwitwe ist, dürfen sie nehmen.
23 Und sie sollen mein Volk unterweisen, zwischen heilig und nicht heilig zu unterscheiden, und sollen sie den Unterschied zwischen unrein und rein erkennen lassen.
24 Und über einen Rechtsstreit sollen sie Gericht halten16, nach meinen Rechtsbestimmungen sollen sie richten; und sie sollen meine Gesetze und meine Ordnungen bei all meinen Festzeiten beachten und meine Sabbate heilig halten.
25 Und zu einem toten Menschen sollen sie17 nicht hineingehen, sich unrein zu machen; nur beim Vater und der Mutter und beim Sohn und der Tochter, beim Bruder und bei der Schwester, die keinem Mann gehört hat, dürfen sie sich verunreinigen.
26 Und nach seiner Reinigung soll man ihm sieben Tage zuzählen;
27 und an dem Tag, da er ins Heiligtum18, in den inneren Vorhof, hineingeht, um im Heiligtum den Dienst zu verrichten, soll er sein Sündopfer darbringen, spricht der Herr, HERR19.
28 Und darin soll ihr Erbteil bestehen20: Ich bin ihr Erbteil; und ihr sollt ihnen keinen Grundbesitz in Israel geben: ich bin ihr Grundbesitz.
29 Das Speisopfer und das Sündopfer und das Schuldopfer, das sollen sie essen; und alles Gebannte in Israel soll ihnen gehören.
30 Und das Beste21 aller Erstlinge von allem und alle Hebopfer von allem aus all euren Hebopfern sollen den Priestern gehören. Und das Beste eures Schrotmehls22 sollt ihr dem Priester geben, damit Segen auf deinem Haus ruht.
31 Keinerlei Aas noch Zerrissenes von Vögeln oder vom Vieh sollen die Priester essen.
1 d. h. um eine Opfermahlzeit zu halten
2 d. i. des Torhauses
3 w. ihrem
4 o. auf den, der in das Tempelhaus hineingehen darf, und auf alle, die aus dem Heiligtum herausgebracht werden müssen
5 s. Anm. zu Kap. 2,5
6 so mit einer hebr. Handschr.; Mas. T.: es zu entweihen, mein Haus
7 so mit LXX, der syr. Üs. und Vulg.; Mas. T.: So haben sie
8 nämlich die Fremden (V. 7)
9 o. Strafe
10 so mit den alten Üs.; Mas. T.: dienen
11 w. ist der Ausspruch des Herrn, HERRN
12 o. Strafe
13 w. für seine ganze Arbeit
14 w. ist der Ausspruch des Herrn, HERRN
15 w. mit Schweiß
16 w. dastehen, um zu richten
17 w. soll er
18 nicht in LXX
19 w. ist der Ausspruch des Herrn, HERRN
20 Vulg. liest: Und sie sollen kein Erbteil haben
21 o. das Erste
22 o. eures Teigs
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