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Elberfelder Bibel

Klagelied über das Königshaus von Juda

1 Und du, erhebe ein Klagelied über die Fürsten Israels,
2 und sage: Was war doch deine Mutter für eine Löwin unter Löwen! Sie lagerte unter Junglöwen, zog ihre Jungen groß.
3 Und sie zog eins von ihren Jungen auf1, es wurde ein Junglöwe; und er lernte Raub rauben, er fraß Menschen.
4 Da bot man Nationen gegen ihn auf2, in ihrer Grube wurde er gefangen; und sie brachten ihn mit Haken3 in das Land Ägypten.
5 Und als sie sah, dass ihre Hoffnung dahin, verloren war4, da nahm sie ein anderes von ihren Jungen und machte es zu einem Junglöwen.
6 Und es lebte5 unter Löwen, wurde ein Junglöwe; und er lernte Raub rauben, er fraß Menschen.
7 Und er zerbrach ihre Paläste6, ihre Städte legte er in Trümmer; und das Land und seine Fülle entsetzte sich7 vor der Stimme seines Gebrülls.
8 Da setzte man gegen ihn die Nationen ringsum aus den Provinzen ein; und sie spannten ihr Fangnetz über ihn aus, in ihrer Grube wurde er gefangen.
9 Und sie setzten ihn mit Haken8 in den Käfig und brachten ihn zum König von Babel, und er brachte ihn in Gewahrsam9, damit seine Stimme nicht mehr gehört würde auf den Bergen Israels.
10 Deine Mutter glich einem Weinstock10, an Wassern gepflanzt; er wurde fruchtbar und voller Ranken vom vielen Wasser.
11 Und er bekam starke Zweige, geeignet für Herrscherzepter, und sein Wuchs erhob sich empor zwischen das dichte Laub der Bäume11; und er wurde sichtbar durch seine Höhe, durch die Menge seiner Ranken.
12 Aber er wurde ausgerissen im Zorn, zu Boden geworfen, und der Ostwind ließ seine Frucht verdorren; sie wurden abgerissen und vertrockneten; sein starker Zweig12 - Feuer verzehrte ihn.
13 Und nun ist er in die Wüste gepflanzt, in ein dürres und durstiges Land.
14 Und ein Feuer ging vom Gezweig seiner Triebe aus und hat seine Frucht verzehrt; und kein starker Zweig war mehr an ihm, kein Zepter zum Herrschen. Ein Klagelied ist es, und zum Klagelied wurde es.
1 o. sie erhöhte eins von ihren Jungen
2 T.; Mas. T.: Und Nationen hörten auf ihn
3 Das sind Haken, die durch die Nase gezogen wurden; vgl. Kap. 29,4; Hi 40,25f
4 w. dass ihre Hoffnung sich als töricht erwiesen hatte, verloren war. - Diese Üs. beruht auf Änderung eines Buchstabens; Mas. T.: dass ihre Hoffnung erwartet wurde, verloren war
5 w. ging
6 Mas. T.: Und er erkannte seine Witwen
7 o. lag öde da
8 Das sind Haken, die durch die Nase gezogen wurden; vgl. Kap. 29,4; Hi 40,25f
9 so mit LXX; Mas. T.: sie brachten ihn in Fangnetzen
10 so mit aram. Üs.; Mas. T.: Deine Mutter war wie ein Weinstock in deinem Blut
11 Andere streichen im Mas. T. 2 Buchstaben und lesen: zwischen die Wolken
12 Diese Üs. ergibt sich, wenn man dem Versmaß folgt. Mas. T.: Es wurden abgerissen und vertrockneten sein starker Zweig
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