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Elberfelder Bibel

Sabbat- und Jobeljahr

1 Und der HERR redete auf dem Berg Sinai zu Mose:
2 Rede zu den Söhnen Israel und sage zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch geben werde, dann soll das Land dem HERRN einen Sabbat feiern1.
3 Sechs Jahre sollst du dein Feld besäen und sechs Jahre deinen Weinberg beschneiden und den Ertrag des Landes2 einsammeln.
4 Aber im siebten Jahr soll ein ganz feierlicher Sabbat3 für das Land sein; ein Sabbat dem HERRN. Dein Feld sollst du nicht besäen und deinen Weinberg nicht beschneiden,
5 den Nachwuchs deiner Ernte sollst du nicht einernten, und die Trauben deines unbeschnittenen Weinstocks sollst du nicht abschneiden. Ein Jahr der Sabbatfeier soll es für das Land sein.
6 Und der Sabbatertrag des Landes soll euch zur Speise dienen, dir und deinem Knecht und deiner Magd und deinem Tagelöhner und deinem Beisassen4, die sich bei dir aufhalten.
7 Auch deinem Vieh und den wilden Tieren, die in deinem Land sind, soll all sein Ertrag zur Speise dienen.
8 Und du sollst dir sieben Sabbatjahre zählen, siebenmal sieben Jahre, so dass die Tage von sieben Sabbatjahren dir 49 Jahre ausmachen.
9 Und du sollst im siebten Monat, am Zehnten des Monats, ein Lärmhorn erschallen lassen; an dem Versöhnungstag sollt ihr ein Horn durch euer ganzes Land erschallen lassen.
10 Und ihr sollt das Jahr des fünfzigsten Jahres heiligen, und sollt im Land Freilassung für all seine Bewohner ausrufen. Ein Jobeljahr5 soll es euch sein, und ihr werdet jeder wieder zu seinem Eigentum kommen und jeder zu seiner Sippe zurückkehren.
11 Ein Jobeljahr6 soll dieses, das Jahr des fünfzigsten Jahres, für euch sein. Ihr dürft nicht säen und seinen Nachwuchs nicht ernten und seine unbeschnittenen Weinstöcke nicht abernten7;
12 denn ein Jobeljahr8 ist es: Es soll euch heilig sein. Vom Feld weg sollt ihr seinen Ertrag essen.
13 In diesem Jahr des Jobels9 sollt ihr jeder wieder zu seinem Eigentum kommen.
14 Und wenn ihr etwas verkauft - sei es ein Verkauf an deinen Nächsten oder ein Kaufen aus der Hand deines Nächsten -, dann sollt ihr euch gegenseitig nicht übervorteilen.
15 Nach der Zahl der Jahre seit dem Jobeljahr10 sollst du von deinem Nächsten kaufen; nach der Zahl der Erntejahre soll er dir verkaufen.
16 Nach dem Verhältnis der größeren Zahl von Jahren sollst du ihm den Kaufpreis vergrößern, und nach dem Verhältnis der geringeren Zahl von Jahren sollst du ihm den Kaufpreis verringern; denn eine Zahl von Ernten verkauft er dir.
17 Und so soll keiner von euch seinen Nächsten übervorteilen. Und du sollst dich fürchten vor deinem Gott; denn ich bin der HERR, euer Gott.
18 So führt meine Ordnungen aus und haltet meine Rechtsbestimmungen11 und tut sie, dann werdet ihr in eurem Land sicher wohnen!
19 Und das Land wird seine Frucht geben, und ihr werdet essen bis zur Sättigung und sicher in ihm wohnen.
20 Und wenn ihr sagt: Was sollen wir im siebten Jahr essen? - siehe, wir säen nicht, und unsern Ertrag sammeln wir nicht ein -:
21 Ich werde im sechsten Jahr meinen Segen für euch aufbieten, dass es den Ertrag für drei Jahre bringt.
22 Und wenn ihr im achten Jahr sät, werdet ihr noch altes Getreide vom Ertrag des sechsten Jahres essen. Bis ins neunte Jahr, bis sein Ertrag einkommt, werdet ihr altes Getreide essen.
23 Und das Land soll nicht endgültig12 verkauft werden, denn mir gehört das Land; denn Fremde und Beisassen13 seid ihr bei mir.
24 Und im ganzen Land eures Eigentums sollt ihr für das Land Loskauf14 gestatten.
25 Wenn dein Bruder verarmt und etwas von seinem Eigentum15 verkauft, dann soll als sein Löser sein nächster Verwandter kommen und das Verkaufte seines Bruders einlösen16.
26 Wenn aber jemand keinen Löser hat, und seine Hand bringt auf und findet, was zu seinem Loskauf ausreicht17,
27 dann soll er die Jahre seines Verkaufs berechnen und das, was darüber hinausgeht, dem Mann zurückzahlen, an den er verkauft hat, und so wieder zu seinem Eigentum kommen.
28 Und wenn seine Hand das Ausreichende nicht gefunden hat, um ihm zurückzuzahlen, dann soll das von ihm Verkaufte in der Hand dessen, der es kauft, bleiben bis zum Jobeljahr18; und im Jobeljahr soll es frei ausgehen, und er soll wieder zu seinem Eigentum kommen.
29 Und wenn jemand ein Wohnhaus in einer ummauerten Stadt verkauft, soll sein Lösungsrecht19 bestehen bis zum Ende des Jahres seines Verkaufs; eine bestimmte Zeit20 soll sein Lösungsrecht bestehen.
30 Wenn es aber nicht gelöst wird21, bis ihm ein ganzes Jahr voll ist, dann soll das Haus, das in der ummauerten Stadt ist, endgültig22 dem, der es kaufte, verbleiben für seine Generationen; es soll im Jobeljahr23 nicht frei ausgehen.
31 Aber die Häuser der Dörfer, die keine Mauer ringsum haben, sollen zum Feld des Landes gerechnet werden. Es soll Lösungsrecht24 für ein solches Haus bestehen, und im Jobeljahr25 wird es frei ausgehen.
32 Und was die Städte der Leviten, die Häuser der Städte ihres Eigentums betrifft, so soll es ein ewiges Lösungsrecht26 für die Leviten geben,
33 und zwar so: Einer von den Leviten mag es einlösen27, oder das vom Haus und der Stadt seines Besitzers Verkaufte mag im Jobeljahr28 frei ausgehen. Denn die Häuser der Levitenstädte sind ihr Eigentum unter den Söhnen Israel.
34 Aber das Feld des Weideplatzes ihrer Städte darf nicht verkauft werden, denn es gehört ihnen als ewiges Eigentum.
35 Und wenn dein Bruder verarmt und seine Hand29 neben dir wankend wird, dann sollst du ihn unterstützen wie den Fremden30 und Beisassen31, damit er neben dir leben kann.
36 Du sollst nicht Zins von ihm nehmen und sollst dich fürchten vor deinem Gott, damit dein Bruder neben dir lebt.
37 Dein Geld sollst du ihm nicht gegen Zins geben, und deine Nahrungsmittel sollst du nicht gegen Aufschlag geben.
38 Ich bin der HERR, euer Gott, der ich euch aus dem Land Ägypten herausgeführt habe, um euch das Land Kanaan zu geben, um euer Gott zu sein.
39 Und wenn dein Bruder bei dir verarmt und sich dir verkauft, sollst du ihn nicht Sklavendienst tun lassen.
40 Wie ein Tagelöhner, wie ein Beisasse32 soll er bei dir sein; bis zum Jobeljahr33 soll er bei dir dienen.
41 Dann soll er frei von dir ausgehen, er und seine Kinder mit ihm, und zu seiner Sippe zurückkehren und wieder zum Eigentum seiner Väter kommen.
42 Denn sie sind meine Knechte, die ich aus dem Land Ägypten herausgeführt habe. Sie sollen nicht verkauft werden, wie man Sklaven verkauft.
43 Du sollst nicht mit Gewalt über ihn herrschen und sollst dich fürchten vor deinem Gott.
44 Was aber deinen Knecht und deine Magd34 betrifft, die du haben wirst; von den Nationen, die rings um euch her leben, von ihnen mögt ihr Knecht und Magd kaufen.
45 Und auch von den Kindern der Beisassen35, die als Fremde bei euch wohnen, von ihnen mögt ihr kaufen und von ihrer Sippe, die bei euch ist, die sie in eurem Land gezeugt haben; und sie mögen euch zum Eigentum sein,
46 und ihr mögt sie euren Söhnen nach euch vererben, um sie als Eigentum zu besitzen. Diese mögt ihr für ewig dienen lassen. Aber über eure Brüder, die Söhne Israel, sollt ihr nicht einer über den andern mit Gewalt36 herrschen.
47 Wenn aber die Hand eines Fremden oder eines Beisassen37 neben dir etwas erreicht38 und wenn dein Bruder neben ihm verarmt und sich dem Fremden verkauft, dem Beisassen neben dir oder einem Abkömmling aus der Sippe des Fremden,
48 dann soll, nachdem er sich verkauft hat, Lösungsrecht39 für ihn bestehen. Einer von seinen Brüdern soll ihn einlösen40.
49 Entweder sein Onkel oder der Sohn seines Onkels soll ihn einlösen41, oder einer von seinen nächsten Blutsverwandten aus seiner Sippe soll ihn einlösen; oder kann seine Hand es wieder aufbringen42, dann soll er sich selbst einlösen.
50 Und er soll mit seinem Käufer von dem Jahr an rechnen, in dem er sich ihm verkauft hat, bis zum Jobeljahr43. Und der Preis, um den er sich verkauft hat, soll der Zahl der Jahre entsprechen44; nach den Tagen eines Tagelöhners soll er bei ihm sein45.
51 Wenn es noch viele Jahre sind, soll er nach ihrem Verhältnis seinen Loskauf von seinem Kaufgeld zurückzahlen.
52 Und wenn wenig übrig ist an den Jahren bis zum Jobeljahr46, dann soll er es ihm berechnen: Nach dem Verhältnis seiner Jahre soll er seinen Loskauf zurückzahlen.
53 Wie ein Tagelöhner soll er Jahr für Jahr bei ihm sein. Er darf vor deinen Augen nicht mit Gewalt über ihn herrschen.
54 Und wenn er nicht in dieser Weise eingelöst47 wird, dann soll er im Jobeljahr48 frei ausgehen, er und seine Kinder mit ihm.
55 Denn mir gehören die Söhne Israel als Knechte. Meine Knechte sind sie, die ich aus dem Land Ägypten herausgeführt habe. Ich bin der HERR, euer Gott.
1 w. Sabbat ruhen
2 w. seinen Ertrag
3 w. ein Sabbat der Sabbatfeier
4 Das Wort bezeichnet einen Ansässigen ohne Bürgerrecht, das war ein sozialer Stand zwischen dem Sklaven und dem Vollbürger.
5 Das hebr. Wort jobel bedeutet ursprünglich "Widder", "Widderhorn". Da man das Erlassjahr durch das Blasen des Jobel-Horns eröffnete, wurde das Erlassjahr auch Jobeljahr genannt.
6 Das hebr. Wort jobel bedeutet ursprünglich "Widder", "Widderhorn". Da man das Erlassjahr durch das Blasen des Jobel-Horns eröffnete, wurde das Erlassjahr auch Jobeljahr genannt.
7 w. abschneiden
8 Das hebr. Wort jobel bedeutet ursprünglich "Widder", "Widderhorn". Da man das Erlassjahr durch das Blasen des Jobel-Horns eröffnete, wurde das Erlassjahr auch Jobeljahr genannt.
9 Das hebr. Wort jobel bedeutet ursprünglich "Widder", "Widderhorn". Da man das Erlassjahr durch das Blasen des Jobel-Horns eröffnete, wurde das Erlassjahr auch Jobeljahr genannt.
10 Das hebr. Wort jobel bedeutet ursprünglich "Widder", "Widderhorn". Da man das Erlassjahr durch das Blasen des Jobel-Horns eröffnete, wurde das Erlassjahr auch Jobeljahr genannt.
11 o. beachtet meine Rechtsentscheidungen
12 d. h. nicht ohne Einspruchsrecht (V. 23) bzw. nicht ohne Rückkaufsrecht (V. 30); vgl. V. 31
13 s. Anm. zu V. 6
14 o. Recht (o. Pflicht) des Rückkaufs
15 Nach V. 24 (Land des Eigentums) ist hier Landbesitz gemeint.
16 o. zurückkaufen
17 w. und seine Hand erreicht das Nötige und findet das für seine Einlösung Ausreichende
18 s. Anm. zu V. 10
19 o. Recht (o. Pflicht) des Rückkaufs
20 w. Tage
21 o. zurückgekauft wird
22 d. h. nicht ohne Einspruchsrecht (V. 23) bzw. nicht ohne Rückkaufsrecht (V. 30); vgl. V. 31
23 s. Anm. zu V. 10
24 o. Recht (o. Pflicht) des Rückkaufs
25 s. Anm. zu V. 10
26 o. Recht (o. Pflicht) des Rückkaufs
27 o. zurückkaufen
28 s. Anm. zu V. 10
29 d. h. sein Besitz
30 o. auch den Fremden
31 s. Anm. zu V. 6
32 Das Wort bezeichnet einen Ansässigen ohne Bürgerrecht, das war ein sozialer Stand zwischen dem Sklaven und dem Vollbürger.
33 s. Anm. zu V. 10
34 o. deinen Sklaven und deine Sklavin
35 Das Wort bezeichnet einen Ansässigen ohne Bürgerrecht, das war ein sozialer Stand zwischen dem Sklaven und dem Vollbürger.
36 w. du sollst nicht - einer über den andern - über ihn herrschen mit Gewalt
37 Das Wort bezeichnet einen Ansässigen ohne Bürgerrecht, das war ein sozialer Stand zwischen dem Sklaven und dem Vollbürger.
38 d. h. wohlhabend wird
39 o. das Rückkaufsrecht; o. die Rückkaufspflicht
40 o. zurückkaufen
41 o. zurückkaufen
42 w. erreichen
43 s. Anm. zu V. 10
44 d. h. mit der Anzahl seiner Dienstjahre verrechnet werden
45 d. h. seine Arbeitszeit soll ihm angerechnet werden entsprechend der Arbeitszeit eines Tagelöhners
46 s. Anm. zu V. 10
47 o. zurückgekauft
48 s. Anm. zu V. 10
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