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Elberfelder Bibel

Elisa und die Schunemiterin

1 Und Elisa hatte zu der Frau, deren Sohn er lebendig gemacht hatte, gesagt: Mache dich auf und geh fort, du und dein Haus, und bleibe als Fremde, wo du bleiben kannst! Denn der HERR hat eine Hungersnot herbeigerufen; die wird auch ins Land kommen sieben Jahre lang.
2 Da machte sich die Frau auf und tat nach dem Wort des Mannes Gottes: Sie ging fort, sie und ihr Haus, und blieb als Fremde in dem Land der Philister sieben Jahre lang.
3 Und es geschah am Ende von sieben Jahren, da kehrte die Frau aus dem Land der Philister zurück. Und sie ging aus, um zum König wegen ihres Hauses und wegen ihres Feldes zu schreien.
4 Der König aber redete gerade zu Gehasi, dem Diener des Mannes Gottes, und sagte: Erzähle mir doch all die großen Taten, die Elisa getan hat!
5 Und es geschah, während er dem König erzählte, dass Elisa1 den Toten lebendig gemacht hatte, siehe, da schrie die Frau, deren Sohn er lebendig gemacht hatte, zum König wegen ihres Hauses und wegen ihres Feldes. Da sagte Gehasi: Mein Herr und König! Das ist die Frau, und das ist ihr Sohn, den Elisa lebendig gemacht hat.
6 Und der König fragte die Frau, und sie erzählte es ihm. Da gab der König ihr einen Hofbeamten2 mit und sagte: Erstatte alles zurück, was ihr gehört, sowie den ganzen Ertrag des Feldes, von dem Tag ab, an dem sie das Land verlassen hat, bis jetzt!

Elisa und Hasaël von Damaskus

7 Und Elisa kam nach Damaskus. Ben-Hadad aber, der König von Aram, war krank. Und es wurde ihm berichtet: Der Mann Gottes ist hierhergekommen.
8 Da sagte der König zu Hasaël: Nimm ein Geschenk mit dir3 und geh dem Mann Gottes entgegen und befrage den HERRN durch ihn und sage: Werde ich von dieser Krankheit genesen?
9 Und Hasaël ging ihm entgegen und nahm ein Geschenk mit sich4 und allerlei Kostbares von Damaskus, eine Traglast für vierzig Kamele. Und er kam und trat vor ihn hin und sagte: Dein Sohn Ben-Hadad, der König von Aram, hat mich zu dir gesandt und lässt sagen: Werde ich von dieser Krankheit genesen?
10 Elisa sagte zu ihm: Geh hin, sage ihm: Du wirst bestimmt genesen!5 Aber der HERR hat mich sehen lassen, dass er stirbt, ja dass er stirbt.
11 Dabei starrte er unbeweglich vor sich hin6 und war über die Maßen7 entsetzt8. Dann weinte der Mann Gottes.
12 Da sagte Hasaël: Warum weint mein Herr? Er sagte: Weil ich erkannt habe, was du den Söhnen Israel Böses antun wirst: Ihre festen Städte wirst du in Brand stecken und ihre jungen wehrfähigen Männer mit dem Schwert erschlagen und ihre Kinder wirst du zerschmettern und ihre Schwangeren aufschlitzen.
13 Da sagte Hasaël: Was ist dein Knecht, der Hund, dass er eine so große Sache tun könnte? Elisa aber sagte: Der HERR hat mich dich sehen lassen als König über Aram.
14 Dann ging er von Elisa weg und kam zu seinem Herrn. Der sagte zu ihm: Was hat Elisa dir gesagt? Er sprach: Er hat mir gesagt: Du wirst bestimmt genesen.
15 Und es geschah am folgenden Tag, da nahm er die Decke und tauchte sie ins Wasser und breitete sie über sein Gesicht, so dass er starb. Und Hasaël wurde an seiner Stelle König.

Joram von Juda

16 Im fünften Jahr des Joram, des Sohnes Ahabs, des Königs von Israel, als Joschafat noch König von Juda war9, wurde Joram König, der Sohn Joschafats, des Königs von Juda.
17 32 Jahre war er alt, als er König wurde, und er regierte acht Jahre in Jerusalem.
18 Und er ging auf dem Weg der Könige von Israel, wie es das Haus Ahabs tat, denn er hatte eine Tochter Ahabs zur Frau. Und er tat, was böse war in den Augen des HERRN.
19 Aber der HERR wollte Juda nicht vernichten wegen seines Knechtes David, wie er ihm zugesagt hatte, dass er ihm eine Leuchte geben wolle und seinen Söhnen alle Tage.
20 In seinen Tagen fiel Edom von der Herrschaft unter der Hand Judas ab und setzte einen eigenen König über sich.
21 Da zog Joram hinüber nach Zaïr und alle Kriegswagen mit ihm. Und es geschah, als er sich des Nachts aufmachte, da schlug er Edom, das ihn eingekreist hatte, und zwar die Obersten der Wagen. Da floh das Volk zu seinen Zelten.
22 Doch fiel Edom von der Herrschaft unter der Hand Judas ab bis auf den heutigen Tag. Damals, in jener Zeit, fiel auch Libna ab.
23 Und die übrige Geschichte10 Jorams und alles, was er getan hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Geschichte11 der Könige von Juda?
24 Und Joram legte sich zu seinen Vätern und wurde bei seinen Vätern begraben in der Stadt Davids. Und sein Sohn Ahasja wurde an seiner Stelle König.

Ahasja von Juda

25 Im zwölften Jahr Jorams, des Sohnes Ahabs, des Königs von Israel, wurde Ahasja König, der Sohn Jorams, des Königs von Juda.
26 Ahasja war 22 Jahre alt, als er König wurde, und er regierte ein Jahr in Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Atalja, die Tochter Omris12, des Königs von Israel.
27 Und er ging auf dem Weg des Hauses Ahabs und tat, was böse war in den Augen des HERRN, wie das Haus Ahabs; denn er war mit dem Haus Ahabs verschwägert.
28 Und er zog mit Joram, dem Sohn Ahabs, in den Kampf gegen Hasaël, den König von Aram, bei Ramot in Gilead. Und die Aramäer verwundeten Joram.
29 Da kehrte der König Joram zurück, um sich in Jesreel von den Wunden heilen zu lassen, die ihm die Aramäer bei Rama geschlagen hatten, als er gegen Hasaël, den König von Aram, kämpfte. Und Ahasja, der Sohn Jorams, der König von Juda, zog hinab, um Joram, den Sohn Ahabs, in Jesreel zu besuchen, weil er krank war.
1 w. er
2 w. einen Eunuchen
3 w. in deine Hand
4 w. in seine Hand
5 so mit 18 hebr. Handschr. und der Leseform des Mas. T.; mit der Schreibform: Geh hin, sage: Nicht wirst du genesen!
6 w. Dann stellte er sein Gesicht fest
7 w. bis zur Beschämung
8 So konnte der Text vor der Vokalisierung durch die Masoreten verstanden werden. Mas. T.: und richtete bis zur Beschämung das Gesicht auf ihn
9 Dieser Satz fehlt in LXX und der syr. Üs.
10 w. der Rest der Begebenheiten
11 w. der Begebenheiten der Tage
12 Gemeint ist die Enkeltochter Omris.
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