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Elberfelder Bibel

1 Und David1 machte sich auf und ging weg. Jonatan aber ging zurück in die Stadt.

Hilfe für David bei den Priestern von Nob

2 Und David kam nach Nob, zum Priester Ahimelech. Und Ahimelech kam David aufgeregt entgegen und sagte zu ihm: Warum kommst du allein, und niemand ist bei dir?
3 Und David antwortete dem Priester Ahimelech: Der König hat mir eine Sache geboten und sagte zu mir: Niemand soll irgendetwas von der Sache wissen, in der ich dich sende und die ich dir geboten habe. Die Leute2 aber habe ich an den und den Ort beschieden.
4 Und nun, was hast du zur Hand? Gib mir fünf Brote in meine Hand oder was sich sonst vorfindet!
5 Und der Priester antwortete David und sagte: Ich habe kein gewöhnliches Brot zur Hand, sondern nur heiliges Brot ist da. Wenn sich nur die Leute3 der Frau enthalten haben!
6 David antwortete dem Priester und sagte zu ihm: Ja, denn eine Frau ist uns seit gestern und vorgestern, als ich auszog, versagt gewesen. Und die Leiber4 der Leute5 sind heilig. War das noch ein gewöhnliches Unternehmen, wie viel mehr werden sie heute an ihrem Leib6 heilig sein!7
7 Da gab ihm der Priester von dem heiligen Brot8. Denn dort war kein anderes Brot als nur das Schaubrot, das vor dem HERRN nur weggenommen wird9, wenn frisches Brot hingelegt wird an dem Tag, da man es wegnimmt.
8 Es war aber dort an jenem Tag ein Mann von den Knechten Sauls, eingeschlossen vor dem HERRN, mit Namen Doëg, der Edomiter; er war Aufseher über die Hirten Sauls.
9 Und David sagte zu Ahimelech: Ist nicht hier unter deiner Hand ein Speer oder ein Schwert? Denn ich habe mein Schwert und meine Waffen nicht mit mir genommen10, weil die Sache11 des Königs dringend war.
10 Und der Priester sagte: Das Schwert des Philisters Goliat, den du im Terebinthental erschlagen hast, siehe, es ist in ein Oberkleid gewickelt hinter dem Efod12. Wenn du dir das nehmen willst, so nimm es! Denn außer diesem ist kein anderes da. Und David erwiderte: Seinesgleichen gibt es nicht. Gib es mir!

Davids Flucht nach Gat und nach Juda

11 Und David machte sich auf und floh an diesem Tag vor Saul und kam zu Achisch, dem König von Gat.
12 Und die Knechte des Achisch sagten zu ihm: Ist das nicht David, der König des Landes? Haben sie nicht von ihm bei Reigentänzen gesungen: Saul hat seine Tausende erschlagen, David aber seine Zehntausende?
13 David nahm sich diese Worte zu Herzen und fürchtete sich sehr vor Achisch, dem König von Gat.
14 Und er stellte sich wahnsinnig vor ihren Augen und tobte13 unter ihren Händen, und er kritzelte14 an die Flügel des Tores und ließ seinen Speichel in seinen Bart fließen.
15 Da sagte Achisch zu seinen Knechten: Siehe, ihr seht, dass der Mann wahnsinnig ist. Warum bringt ihr ihn zu mir?
16 Fehlt es mir an Wahnsinnigen15, dass ihr diesen hergebracht habt, bei mir zu toben? Sollte der in mein Haus kommen?
1 w. er
2 w. Knechte, o. Knaben
3 w. Knechte, o. Knaben
4 o. Kleider; o. Waffen; w. Gefäße
5 w. Knechte, o. Knaben
6 o. an der Kleidung; o. an der Waffe; w. am Gefäß
7 o. Ja, denn eine Frau ist uns schon seit gestern und vorgestern versagt. Als ich auszog, da waren die Leiber der Leute heilig. Ist dies nun auch ein gewöhnliches Unternehmen, so ist es doch heute durch die Leiber geheiligt.
8 w. gab ihm der Priester Heiliges
9 w. die . . . weggenommen werden
10 w. in meine Hand genommen
11 o. der Befehl
12 d. i. ein Priesterschurz
13 w. er verstellte seinen Verstand vor ihren Augen und tat unsinnig
14 LXX: er trommelte
15 hebr. meschuggaim
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