Schließen
BibleServer ist ein auf Spenden basiertes Projekt von ERF Medien. Bereits mit 25 € unterstützen Sie den Fortbestand dieser Website.
Jetzt spenden
Hilfe

Elberfelder Bibel

Samuels Abschiedspredigt

1 Und Samuel sprach zu ganz Israel: Siehe, ich habe auf eure Stimme gehört in allem, was ihr zu mir gesagt habt, und habe einen König über euch gesetzt.
2 Und nun siehe, der König zieht vor euch her. Ich aber bin alt und grau geworden, und meine Söhne, siehe, sie sind bei euch. Und ich bin vor euch hergegangen1 von meiner Jugend an bis auf diesen Tag.
3 Hier bin ich, zeugt gegen mich vor dem HERRN und vor seinem Gesalbten! Wessen Rind habe ich genommen, oder wessen Esel habe ich genommen? Wen habe ich übervorteilt? Wem habe ich Gewalt angetan? Aus wessen Hand habe ich Bestechungsgeld2 genommen, um damit meine Augen zu verhüllen? So will ich es euch zurückgeben.
4 Sie aber antworteten: Du hast uns nicht übervorteilt und uns keine Gewalt angetan und hast von niemandem irgendetwas angenommen3.
5 Und er sagte zu ihnen: Der HERR ist Zeuge euch gegenüber, und ebenso ist sein Gesalbter heute Zeuge, dass ihr nichts in meiner Hand gefunden habt! Und sie sagten4: Er ist Zeuge!
6 Und Samuel sprach zu dem Volk: Der HERR ist es, der Mose und Aaron eingesetzt und eure Väter aus dem Land Ägypten heraufgeführt hat!
7 Und nun tretet her, dass ich vor dem HERRN mit euch vor Gericht trete über alle Wohltaten5 des HERRN, die er an euch und an euren Vätern erwiesen hat!
8 Als Jakob nach Ägypten gekommen war, schrien eure Väter zu dem HERRN um Hilfe. Und der HERR sandte Mose und Aaron, und sie führten eure Väter aus Ägypten heraus und ließen sie in dieser Gegend6 wohnen.
9 Aber sie vergaßen den HERRN, ihren Gott. Und er verkaufte sie in die Hand Siseras, des Heerobersten von Hazor, und in die Hand der Philister und in die Hand des Königs von Moab, und sie kämpften gegen sie.
10 Da schrien sie um Hilfe zu dem HERRN und sagten: Wir haben gesündigt, dass wir den HERRN verlassen und den Baalim und Astarot gedient haben. Nun aber rette uns aus der Hand unserer Feinde, dann wollen wir dir dienen!
11 Da sandte der HERR Jerubbaal, Bedan7, Jeftah und Samuel und rettete euch aus der Hand eurer Feinde ringsum, so dass ihr sicher wohnen konntet.
12 Als ihr aber saht, dass Nahasch, der König der Söhne Ammon, gegen euch zog, sagtet ihr zu mir: Nein, sondern ein König soll über uns herrschen! - obwohl doch der HERR, euer Gott, euer König ist.
13 Und nun siehe, da ist der König, den ihr erwählt und den ihr erbeten habt; denn siehe, der HERR hat einen König über euch gesetzt.
14 Wenn ihr den HERRN fürchtet und ihm dient, auf seine Stimme hört und dem Mund des HERRN nicht widerspenstig seid und wenn ihr und der König, der über euch regiert, dem HERRN, eurem Gott, nachfolgt, so wird der Herr mit euch sein!
15 Wenn ihr aber nicht auf die Stimme des HERRN hört und dem Mund des HERRN widerspenstig seid, so wird die Hand des HERRN gegen euch sein wie gegen eure Väter.
16 So tretet jetzt herzu und seht, was der HERR Großes8 vor euren Augen tun wird!
17 Ist jetzt nicht die Weizenernte? Ich will den HERRN anrufen, dass er Donner und Regen sendet. Und ihr sollt erkennen und sehen, dass das Böse, das ihr darin begangen9 habt, euch einen König zu erbitten, groß ist in den Augen des HERRN.
18 Und Samuel rief zu dem HERRN, und der HERR sandte an jenem Tag Donner und Regen. Da fürchtete das ganze Volk den HERRN und Samuel sehr.
19 Und das ganze Volk sagte zu Samuel: Bitte den HERRN, deinen Gott, für deine Knechte, dass wir nicht sterben! Denn zu all unsern Sünden haben wir das Böse begangen10, einen König für uns zu erbitten.
20 Samuel aber sagte zum Volk: Fürchtet euch nicht! Ihr habt zwar all dieses Böse begangen, doch hört nicht auf, dem HERRN nachzufolgen11, und dient dem HERRN mit eurem ganzen Herzen!
21 Und weicht nicht ab und folgt nicht den nichtigen Götzen12 nach, die nichts nützen und nicht retten können, weil sie nichtig sind!
22 Denn der HERR wird sein Volk um seines großen Namens willen nicht verlassen. Denn es hat dem HERRN gefallen, euch zu seinem Volk zu machen.
23 Auch was mich betrifft - fern sei es von mir13, dass ich mich an dem HERRN versündigen und aufhören sollte, für euch zu bitten; sondern ich will euch den guten und richtigen Weg lehren.
24 Fürchtet nur den HERRN und dient ihm in Wahrheit14 mit eurem ganzen Herzen! Denn seht, wie große Dinge er an euch getan hat!
25 Wenn ihr aber dennoch böse handelt, so werdet ihr und euer König weggerafft werden.
1 w. gewandelt
2 o. Schweigegeld
3 w. hast nicht genommen aus der Hand eines Menschen
4 so mit LXX; Mas. T.: er sagte
5 w. alle Gerechtigkeiten; d. h. das treue Verhalten Gottes, das dem Volk Gemeinschaft mit Gott ermöglicht und sie aufrechterhält
6 w. an diesem Ort
7 LXX und die syr. Üs.: Barak
8 w. seht diese große Sache, die der HERR
9 w. hinzugefügt
10 w. hinzugefügt
11 w. weicht nicht ab von der Nachfolge dem HERRN nach
12 o. nichts; o. Öde; d. i. eine Bezeichnung für Götzen, besonders bei Jesaja. Dasselbe Wort wird in 1Mo 1,2 von der Erde gebraucht vor dem ordnenden Schaffen Gottes: wüst
13 w. etwas Entweihtes sei es mir
14 o. in Treue
© 2016 ERF Medien