Help

Elberfelder Bibel

Jakob in Bethel

1 Und Gott sprach zu Jakob: Mache dich auf, zieh hinauf nach Bethel und wohne dort, und mache dort einen Altar dem Gott, der dir erschienen ist, als du vor deinem Bruder Esau flohst!
2 Da sagte Jakob zu seinem Haus und zu allen, die bei ihm waren: Schafft die fremden Götter weg, die in eurer Mitte sind, reinigt euch, und wechselt eure Kleider!
3 Dann wollen wir uns aufmachen und nach Bethel hinaufziehen, dort werde ich dem Gott einen Altar machen, der mir am Tag meiner Not geantwortet1 hat und der mit mir gewesen ist auf dem Weg, den ich gegangen bin.
4 Und sie gaben Jakob alle fremden Götter, die in ihrer Hand waren, und die Ringe, die an ihren Ohren hingen2, und Jakob vergrub sie unter der Terebinthe, die bei Sichem ist.
5 Und sie brachen auf. Und der Schrecken Gottes kam über die Städte, die rings um sie her waren, so dass sie den Söhnen Jakobs nicht nachjagten.
6 So kam Jakob nach Lus, das im Land Kanaan liegt, das ist Bethel, er und alles Volk, das bei ihm war.
7 Und er baute dort einen Altar und nannte den Ort El-Bethel3; denn dort hatte Gott sich ihm offenbart, als er vor seinem Bruder floh.
8 Und Debora, die Amme Rebekkas, starb, und sie wurde unterhalb von Bethel begraben unter der Eiche; und er gab ihr den Namen Allon Bachut4.
9 Und Gott erschien dem Jakob noch einmal, als er aus Paddan-Aram5 kam, und segnete ihn.
10 Und Gott sprach zu ihm: Dein Name ist Jakob. Dein Name soll nicht mehr Jakob heißen, sondern Israel soll dein Name sein! So gab er ihm den Namen Israel.
11 Und Gott sprach zu ihm: Ich bin Gott, der Allmächtige6, sei fruchtbar und mehre dich; eine Nation und eine Schar von Nationen soll aus dir entstehen, und Könige sollen aus deinen Lenden hervorkommen7!
12 Und das Land, das ich Abraham und Isaak gegeben habe, dir will ich es geben, und deinen Nachkommen nach dir will ich das Land geben.
13 Und Gott fuhr von ihm auf an dem Ort, an dem er mit ihm geredet hatte.
14 Und Jakob richtete einen Gedenkstein auf an dem Ort, an dem er mit ihm geredet hatte, ein Denkmal aus Stein, und spendete darauf ein Trankopfer und goss Öl darauf.
15 Und Jakob gab dem Ort, wo Gott mit ihm geredet hatte, den Namen Bethel.

Rahels Tod bei der Geburt Benjamins

16 Und sie brachen von Bethel auf. Und es war noch eine Strecke Landes, um nach Efrata zu kommen, da gebar Rahel; und sie hatte es schwer mit ihrem Gebären.
17 Und es geschah, als sie es schwer hatte mit ihrem Gebären, da sagte die Hebamme zu ihr: Fürchte dich nicht, denn auch der wird dir ein Sohn!
18 Und es geschah, als ihre Seele ausging - denn sie musste sterben -, da gab sie ihm den Namen Ben-Oni8; sein Vater aber nannte ihn Ben-Jamin9.
19 Und Rahel starb und wurde begraben am Weg nach Efrata, das ist Bethlehem.
20 Und Jakob richtete über ihrem Grab einen Gedenkstein auf, das ist das Grabmal Rahels bis auf diesen Tag.

Jakobs Söhne

21 Und Israel brach auf und schlug sein Zelt auf jenseits von Migdal-Eder.
22 Und es geschah, als Israel in jenem Land wohnte, ging Ruben hin und lag bei Bilha, der Nebenfrau seines Vaters. Und Israel hörte es. Die Söhne Jakobs waren zwölf.
23 Die Söhne Leas: Ruben, der Erstgeborene Jakobs, und Simeon, Levi, Juda, Issaschar und Sebulon.
24 Die Söhne Rahels: Josef und Benjamin.
25 Die Söhne Bilhas, der Magd Rahels: Dan und Naftali.
26 Und die Söhne Silpas, der Magd Leas: Gad und Asser. Das sind die Söhne Jakobs, die ihm in Paddan-Aram10 geboren wurden.

Isaaks Tod

27 Und Jakob kam zu seinem Vater Isaak nach Mamre, nach Kirjat-Arba, das ist Hebron, wo Abraham und Isaak sich als Fremde aufgehalten hatten.
28 Und die Tage Isaaks waren 180 Jahre.
29 Und Isaak verschied und starb und wurde versammelt zu seinen Völkern11, alt und der Tage satt. Und seine Söhne Esau und Jakob begruben ihn.
1 o. mich . . . erhört
2 d. h. die sie als Amulette trugen
3 d. h. Gott des Gotteshauses, o. Gott von Bethel
4 d. h. Eiche des Weinens
5 s. Anm. zu Kap. 25,20
6 hebr. el schaddaj
7 d. h. von dir abstammen; die Lenden galten als Sitz der Zeugungskraft
8 d. h. Sohn meiner Trauer
9 d. h. Sohn des Glücks
10 s. Anm. zu Kap. 25,20
11 d. h. zu seinen Vorfahren
© 2016 ERF Medien