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Elberfelder Bibel

Jakobs Versöhnung mit Esau

1 Und Jakob erhob seine Augen und sah; und siehe, Esau kam und mit ihm vierhundert Mann. Da verteilte er die Kinder auf Lea und auf Rahel und auf die beiden Mägde;
2 und er stellte die Mägde und ihre Kinder vornan und Lea und ihre Kinder dahinter und Rahel und Josef zuletzt.
3 Er selbst aber ging vor ihnen her und warf sich siebenmal zur Erde nieder, bis er nahe an seinen Bruder herangekommen war.
4 Esau aber lief ihm entgegen, umarmte ihn und fiel ihm um den Hals und küsste ihn; und sie weinten.
5 Und er erhob seine Augen und sah die Frauen und die Kinder und sagte: Wer sind diese bei dir? Er sagte: Die Kinder, die Gott deinem Knecht aus Gnaden geschenkt hat.
6 Da traten die Mägde heran, sie und ihre Kinder, und verneigten sich.
7 Und auch Lea trat heran und ihre Kinder, und sie verneigten sich. Und danach traten Josef und Rahel heran und verneigten sich.
8 Und er sagte: Was willst du mit diesem ganzen Lager, dem ich begegnet bin? Er sagte: Um Gunst zu finden in den Augen meines Herrn.
9 Da sagte Esau: Ich habe genug, mein Bruder; es sei dein, was du hast.
10 Jakob aber sagte: Nicht doch; wenn ich überhaupt Gunst gefunden habe in deinen Augen, dann nimm mein Geschenk aus meiner Hand! Denn ich habe ja doch dein Angesicht gesehen, wie man das Angesicht Gottes sieht, und du hast Gefallen an mir gehabt.
11 Nimm doch mein Geschenk1, das dir überbracht worden ist! Denn Gott hat es mir aus Gnaden geschenkt, und ich habe alles. Und als er in ihn drang, da nahm er es.
12 Und Esau2 sagte: Lass uns aufbrechen und weiterziehen, und ich will vor3 dir herziehen.
13 Er aber sagte zu ihm: Mein Herr weiß4, dass die Kinder zart sind und dass säugende Schafe und Kühe bei mir sind5; wenn man sie nur einen Tag zu schnell triebe, so würde die ganze Herde sterben.
14 Mein Herr ziehe doch vor seinem Knecht hin! Ich aber, ich will einherziehen nach meiner Gemächlichkeit, nach dem Schritt des Viehs, das vor mir ist, und nach dem Schritt der Kinder, bis ich zu meinem Herrn nach Seïr komme.
15 Da sagte Esau: Ich will doch von dem Volk, das bei mir ist, einige bei dir zurücklassen. Er aber sagte: Wozu das? Möchte ich nur Gunst finden in den Augen meines Herrn!
16 So kehrte Esau an diesem Tag auf seinem Weg nach Seïr zurück.

Jakob in Sichem

17 Und Jakob brach auf nach Sukkot und baute sich ein Haus, und seinem Vieh machte er Hütten; darum gab er dem Ort den Namen Sukkot6.
18 Und Jakob kam wohlbehalten7 zur Stadt Sichem, die im Land Kanaan ist, als er aus Paddan-Aram kam, und lagerte vor der Stadt.
19 Und er kaufte das Feldstück, wo er sein Zelt aufgeschlagen hatte, von der Hand der Söhne Hamors, des Vaters Sichems, für hundert Kesita.
20 Und er richtete dort einen Altar auf und nannte ihn: Gott, der Gott Israels.
1 w. meinen Segen; wie 1Sam 25,27
2 w. er
3 o. neben
4 o. erkennt
5 o. mir obliegen
6 o. nennt man den Ort Sukkot. - Sukkot heißt "Hütten".
7 o. friedlich; d. h. in friedlicher Absicht
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