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Elberfelder Bibel

Verheißung Gottes für David und sein Königtum

1 Und es geschah, als David in seinem Haus wohnte, sagte David zum Propheten Nathan: Siehe, ich wohne in einem Haus aus Zedern, die Lade des Bundes des HERRN aber wohnt unter Zeltdecken.
2 Und Nathan sagte zu David: Tu alles, was du im Herzen hast! Denn Gott ist mit dir.
3 Und es geschah in jener Nacht, da geschah das Wort Gottes zu Nathan:
4 Geh hin und sage zu meinem Knecht David: So spricht der HERR: Nicht du sollst mir das Haus zur Wohnung bauen!
5 Wahrhaftig, nie habe ich in einem Haus gewohnt von dem Tag an, als ich Israel heraufgeführt habe, bis zum heutigen Tag; sondern ich bin von Zelt zu Zelt und von Wohnung zu Wohnung umhergezogen.
6 In der ganzen Zeit, die ich in ganz Israel umhergezogen bin, habe ich da jemals zu einem der Richter Israels, dem ich gebot, mein Volk zu weiden, ein Wort geredet und gesagt: Warum habt ihr mir nicht ein Haus aus Zedern gebaut?
7 Und nun, so sollst du zu meinem Knecht, zu David, sagen: So spricht der HERR der Heerscharen: Ich selbst habe dich von der Weide genommen, hinter der Schafherde weg, dass du Fürst sein solltest über mein Volk Israel.
8 Und ich bin mit dir gewesen überall, wohin du gegangen bist, und ich habe alle deine Feinde vor dir ausgerottet. Und ich mache dir einen Namen1, gleich dem Namen der Großen, die auf Erden sind.
9 Und ich setze für mein Volk Israel einen Ort fest und pflanze es ein2, dass es an seiner Stätte sicher wohne und nicht mehr in Unruhe gerate; und die Söhne der Ruchlosigkeit sollen es nicht mehr aufreiben wie früher,
10 und zwar seit den Tagen, da ich Richter über mein Volk Israel bestellt habe. Und ich werde alle deine Feinde demütigen3. So verkündige ich dir nun, dass der HERR dir ein Haus bauen wird.
11 Und es wird geschehen, wenn deine Tage erfüllt sind, so dass du zu deinen Vätern hingehst, dann werde ich deinen Nachkommen4 nach dir aufstehen lassen, der von deinen Söhnen sein wird, und werde seine Königsherrschaft festigen.
12 Der wird mir ein Haus bauen; und ich werde seinen Thron festigen für ewig.
13 Ich will ihm Vater sein, und er soll mir Sohn sein. Und ich will meine Gnade nicht von ihm weichen lassen, wie ich sie von dem habe weichen lassen, der vor dir war.
14 Und ich will ihm Bestand geben in meinem Haus und in meiner Königsherrschaft auf ewig; und sein Thron soll fest stehen für ewig.
15 Nach all diesen Worten und nach dieser ganzen Vision, so redete Nathan zu David.
16 Da ging der König David hinein und setzte sich vor dem HERRN nieder und sagte: Wer bin ich, HERR, Gott, und was ist mein Haus, dass du mich bis hierher gebracht hast?
17 Und das war noch zu gering in deinen Augen, Gott! Und du hast sogar über das Haus deines Knechtes auf ferne Zukunft hin geredet. Und du hast mich angesehen nach der Weise eines hochgestellten Menschen5, HERR, Gott!
18 Was soll David noch weiter zu dir reden von der Ehre an deinem Knecht? Du selbst hast ja deinen Knecht erkannt.
19 HERR, wegen deines Knechtes und nach deinem Herzen hast du all dies Große getan, um ihn all diese großen Dinge erkennen zu lassen.
20 HERR, niemand ist dir gleich, und es gibt keinen Gott außer dir, nach allem, was wir mit unseren Ohren gehört haben.
21 Und wer ist wie dein Volk Israel, die einzige Nation auf Erden, für die Gott hingegangen ist, sie sich zum Volk zu erlösen, um dir einen Namen zu machen und große und furchtgebietende Taten zu tun, indem du vor deinem Volk, das du aus Ägypten erlöst hast, Nationen vertrieben hast?
22 Und du hast dir dein Volk Israel zum Volk bestimmt für ewig; und du, HERR, bist ihr Gott6 geworden.
23 Und nun, HERR, das Wort, das du über deinen Knecht und über sein Haus geredet hast, möge sich ewig als zuverlässig erweisen! Und tue, wie du geredet hast!
24 Ja, es möge sich als zuverlässig erweisen! Und dein Name sei groß für ewig, dass man sage: Der HERR der Heerscharen, der Gott Israels, ist Gott für Israel! Und das Haus deines Knechtes David möge fest stehen vor dir!
25 Denn du, mein Gott, hast das Ohr deines Knechtes geöffnet und gesagt, dass du ihm ein Haus bauen willst. Darum hat dein Knecht es gewagt, vor dir zu beten.
26 Und nun, HERR, du bist es, der da Gott ist7, und du hast dieses Gute über deinen8 Knecht geredet.
27 Und nun, es hat dir gefallen, das Haus deines Knechtes zu segnen, dass es ewig vor dir sei; denn du, HERR, hast es gesegnet, und es wird gesegnet sein für ewig.
1 o. ich habe dir einen Namen gemacht
2 o. Ich habe . . . einen Ort festgesetzt und habe es eingepflanzt
3 o. Ich habe alle deine Feinde gedemütigt
4 w. deinen Samen
5 Der Mas. T. lässt eine sichere Üs. nicht zu. Wörtliche Üs. etwa: Du hast mich angesehen gleich der Reihe des Menschen (o. der Menschen) des Hinaufzugs. Andere üs. mit Textkorrektur: Und du hast mich Generationen von Menschen sehen lassen
6 w. ihnen zum Gott
7 o. du bist derselbe Gott
8 o. zu deinem
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