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Schlachter 2000

1 Warum toben die Heiden1 und ersinnen die Völker2 Nichtiges?
2 Die Könige der Erde lehnen sich auf, und die Fürsten verabreden sich gegen den Herrn und gegen seinen Gesalbten3:
3 »Laßt uns ihre Bande zerreißen und ihre Fesseln von uns werfen!«
4 Der im Himmel thront, lacht; der Herr spottet über sie.
5 Dann wird er zu ihnen reden in seinem Zorn und sie schrecken mit seinem Grimm:
6 »Ich habe meinen König eingesetzt4 auf Zion, meinem heiligen Berg!« —
7 Ich will den Ratschluß des Herrn verkünden; er hat zu mir gesagt: »Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt.
8 Erbitte von mir, so will ich dir die Heidenvölker zum Erbe geben und die Enden der Erde zu deinem Eigentum.
9 Du sollst sie mit eisernem Zepter zerschmettern, wie Töpfergeschirr sie zerschmeißen!«
10 So nehmt nun Verstand an, ihr Könige, und laßt euch warnen, ihr Richter der Erde!
11 Dient dem Herrn mit Furcht und frohlockt mit Zittern.
12 Küßt den Sohn,5 damit er nicht zornig wird und ihr nicht umkommt auf dem Weg; denn wie leicht kann sein Zorn entbrennen! Wohl allen, die sich bergen bei ihm!6
1 hebr. gojim; d.h. die Völker außerhalb des auserwählten Gottesvolkes Israel.
2 das Wort kann auch die Stämme Israels bezeichnen (vgl. Apg 4,25-28).
3 od. seinen Messias (hebr. maschiach; gr. Christus), d.h. der von Gott gesalbte Retter-König, der Israel am Ende der Zeiten erretten und der Welt Frieden bringen soll (vgl. Dan 9,25-26).
4 od. gesalbt. Die Salbung mit Öl war das Zeichen der göttlichen Berufung der Könige Israels (vgl. 1Sam 16,6-13).
5 d.h. küßt seine Füße; im Altertum ein Zeichen der Unterwerfung unter einen siegreichen, mächtigen König.
6 w. die sich bergen / ihre Zuflucht suchen in ihm.
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